Zum Sonderdeutschlandtag der Jungen Union zur Wahl eines neuen Bundesvorsitzenden am 16. März regt die Junge Union (JU) Rheingau-Taunus auch zur (parteiinternen) inhaltlichen Arbeit an. Die Nachwuchsorganisation der CDU fordert in ihren Anträgen die CDU Deutschlands dazu auf, ihren Bundesparteitag auf zweitausend Delegierte zu vergrößern: „Besonders anhand der Wahl der neuen Parteivorsitzenden, Annegret Kramp-Karrenbauer, kann man erkennen, dass die Auffassung von Delegierten von der der Mitgliederschaft in Teilen abweicht. Dies kann auch darauf zurückgeführt werden, dass der Bundesparteitag sich in großer Mehrzahl durch hauptamtliche Politiker zusammensetzt. Die Stärke der Union sind die ehrenamtlichen Mitglieder – diese kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, was auch auf dem Bundesparteitag wiedergespiegelt werden sollte“, so die Junge Union in ihrer Antragsbegründung.

Neben der Vergrößerung des Bundesparteitages setzt sich der Kreisverband der JU auch dafür ein, zur Kür eines Kanzlerkandidaten für kommende Bundestagswahlen eine Mitgliederbefragung in den Reihen der Jungen Union durchzuführen und gleiches Vorgehen auch bei der CDU Deutschlands zu etablieren. „Die CDU hat im Jahr 2018 einen bemerkenswerten Prozess des Aufbruchs und der Vitalität erfahren. Viele hätten eine solche plötzlich aufflammende Lebhaftigkeit unserer Mutterpartei wohl nicht zugetraut. Nachdem wir jedoch alle gesehen haben, welche Effekte dies haben kann, sollten wir es beibehalten und nicht zulassen, dass die CDU wieder in den Dornröschenschlaf verfällt. Stattdessen sollte sich die Junge Union dafür einsetzen, die Mitglieder bei solch zentralen Fragen miteinzubinden, schließlich sind es nicht die Delegierten des Bundesparteitages, die einen Großteil der Arbeit in den Wahlkämpfen machen, sondern die ehrenamtlichen Mitglieder vor Ort“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Lukas Brandscheid.

Nicht nur zur parteiinternen Ausrichtung macht die JU Rheingau-Taunus Vorschläge. Sie reagiert auch auf einen Beschluss des letzten Juso-Bundeskongresses, auf dem die Jungsozialisten forderten, einen Schwangerschaftsabbruch bis in den neunten Monat zu legalisieren. In ihrem Antrag fordern die jungen Christdemokraten: „Die Junge Union Deutschlands setzt sich für einen werteorientierten und respektvollen Umgang mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch ein. Eine komplette Abschaffung der Paragraphen 218 und 219 StGB kommt für uns nicht in Frage. Mit einer Anpassung der Rechtslage kann nicht einhergehen, dass ein Schwangerschaftsabbruch
bis zum neunten Monat legalisiert wird.“

Der Kreisvorsitzende Brandscheid setzt sich dafür ein, der Frage mit mehr Demut zu begegnen:
„Als Junge Union sollten wir dafür eintreten, dem Thema mit dem gegebenen Respekt zu
begegnen und dabei eine differenzierte Betrachtungsweise an den Tag zu legen: Ja, es kann gute
Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch geben, allerdings sollten wir uns im Zweifel für das
Leben aussprechen, statt dagegen. Wir schlagen vor, dem Thema mit mehr Anstand und Demut
zu begegnen, als es bei den Jusos geschehen ist und lehnen daher den Vorstoß der Jusos strikt
ab.“

Debattiert und abgestimmt über die Anträge wird auf dem Sonderdeutschlandtag der Jungen am
16. März in Berlin.

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