Mehrere Verbände der Hessischen Jungen Union sprechen sich in einem Antrag dagegen aus, dass der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der CDU Nico Lange Nachfolger des scheidenden Dr. Klaus Schüler wird. Die Verbände der Jungen Union Rheingau-Taunus, Offenbach-Land, Lahn-Dill, Darmstadt, Odenwald und Limburg fordern, die Stelle stattdessen mit „qualifiziertem Personal“ anderweitig zu besetzen.

Nico Lange ist seit 2018 im Konrad-Adenauer-Haus tätig und kam als Vertrauter der damaligen Generalsekretärin Anngegret Kramp-Karrenbauer in die Berliner Parteizentrale, wo er seitdem als stellvertretender Bundesgeschäftsführer der CDU fungiert. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören Planung, Strategie und Demoskopie. Nachdem der langjährige Bundesgeschäftsführer der CDU, Dr. Klaus Schüler, seinen Abschied angekündigt hat, wurde kolportiert, Lange solle auf Schüler folgen.

Auf dem vergangenen Landestag der Jungen Union Hessen haben daher die Verbände Rheingau-Taunus, Offenbach-Land, Darmstadt, Odenwald und Limburg der Jungen Union einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, in dem sie sich entschieden gegen Lange aussprechen. Zwar wurde der Antrag aus Gründen der Geschäftsordnung nicht beraten, erledigt ist das Thema für den CDU-Parteinachwuchs damit jedoch noch nicht: „Wir setzen uns weiterhin entschlossen dafür ein, dass Nico Lange nicht neuer Geschäftsführer der CDU Deutschlands wird“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Union Rheingau-Taunus, Lukas Brandscheid.

Brandscheid weiter: „Es kann nicht sein, dass jemand, der der Jungen Union ernsthaft die Schuld am schlechten Europawahlergebnis der CDU geben möchte, für diese Aussage auch noch befördert wird. Das Verhalten der Berliner Parteizentrale rund um die Europawahl war mehr als amateurhaft und in seiner Ausprägung nicht entschuldbar, hierfür ist auch ein stellvertretender Bundesgeschäftsführer verantwortlich. In unserem Antrag finden wir daher deutliche Worte und fordern ein dringendes Umdenken innerhalb des Konrad-Adenauer-Hauses. Die Vorstellung der Parteivorsitzenden und ihres persönlichen Teams verlangt für uns nicht gerade nach einer Zugabe.“

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