Am Sonntag, den 02. Februar 2020, fanden sich die Delegierten der einzelnen Stadt- und Gemeindeverbände der Jungen Union (JU) Rheingau-Taunus im Gemeindezentrum in Hohenstein Breithardt ein, um den neuen Kreisvorstand der CDU-Jugend zu wählen.

Dabei konnte die Versammlung zahlreiche Gäste begrüßen, darunter der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, der JU-Landesvorsitzende Sebastian Sommer sowie zahlreiche weitere Vertreter befreundeter JU-Verbände. Auch der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion André Stolz und die Kreisvorsitzende der Frauen Union Kathleen Cahill wohnten der Versammlung bei. Geleitet wurde die Versammlung von Achim Carius, Sprecher des CDU-Wirtschaftsrates Rheingau-Taunus.

Neben der Neuwahl des Kreisvorstandes standen auch der Austausch mit dem Bundesvorsitzenden und die Beratung über einen Leitantrag zum Thema Schulpolitik auf der Tagesordnung der Jungunionisten.

Brandscheid: „Junge Union muss Mittler moderner Politik sein!“

In seinem Bericht hielt der Kreisvorsitzende Lukas Brandscheid eine kämpferische Rede und blickte nicht nur auf die zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen zurück, die die Junge Union im vergangenen Jahr durchführte, sondern trommelte auch bereits in Richtung der Kommunalwahl 2021: „Die Junge Union muss die Kraft innerhalb der Unionsfamilie sein, die junge Politik in die CDU trägt. Wir müssen diejenigen sein, die der Partei klarmachen, dass es gewisse Linien gibt, die sie nicht überschreiten darf – ansonsten müssen wir auch dazu bereit sein, der Partei im Nacken zu sitzen, sodass sie unseren Atem spürt“, so Brandscheid kämpferisch. Die Perfomance der CDU sei im vergangenen Jahr insbesondere auf höherer Ebene „grottenschlecht“ gewesen, was auch die Arbeit vor Ort massiv erschwert habe. Brandscheid rief seine Junge Union dazu auf, sich davon nicht entmutigen zu lassen und stattdessen auch parteiintern wesentlich deutlicher in die Diskussion zu gehen: „Christdemokratie ist nicht veraltet. Unsere Ideen und Grundsätze sind auch in der heutigen Zeit wichtig und haben das Potential, die Gesellschaft beisammen zu halten. Die Fehler liegen vielweniger in unseren Grundsätzen als vielmehr in der Nichtbeachtung dieser. Als Junge Union müssen wir die CDU wieder zu der Partei machen, die sagt, was sie denkt und die macht, was sie sagt. Wenn die CDU-Regierungsträger aufhören, an den Leuten vorbei zu reden und zu regieren, gewinnen wir auch wieder Vertrauen in der Bevölkerung“, so Brandscheid.

Lukas Brandscheid wurde im darauffolgenden Wahlgang einstimmig an der Spitze der Jungen Union Rheingau-Taunus bestätigt und geht nun in seine dritte Amtszeit als Kreisvorsitzender.
Als Stellvertreter wurden der Hohensteiner Marco Egenolf und die beiden Rheingauer Marius Stein (Kiedrich) und Dennis Cinar (Lorch) gewählt. Sie werden von Ariane Gotscher als Kreisgeschäftsführerin, Leon Block als Schatzmeister und Milan Wolff als Schriftführer unterstützt. Darüber hinaus wurden Benedict Barckhan, Marius Bergknecht, Jan Carius, Philipp Ebert, Thomas Gülden, Natalie Krause, Andre Noack und Leon Rückert als Beisitzer gewählt.

Kuban gibt sich kämpferisch und wünscht sich Spahn als jungen Kanzlerkandidaten

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union Tilman Kuban stellte sich in einem locker improvisierten Talk, moderiert von Lukas Brandscheid, den Fragen und Anregungen der Versammlung. Kuban forderte unter anderem, dass die CDU ihre politischen Gegner wieder mehr stellen müsse und die Auseinandersetzung nicht scheuen dürfe. Angesprochen auf das Thema Kanzlerkandidatur wollte Kuban sich zunächst nicht festlegen, sagte dann aber, er stehe für einen Generationenwechsel an der Spitze der deutschen Politik und der deutschen Regierung und meinte, dies sei am ehesten mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn möglich. Zum Thema Bildung meinte Kuban, die Junge Union sollte sich dafür einsetzen, dass jedes Kind und jeder Jugendlicher die individuell besten Möglichkeiten zur Verfügung gestellt bekomme und wir die Stärken unseres Schulsystems daher nutzen sollten, um jedem den individuell passenden Schulabschluss anbieten zu können.

Insgesamt können sowohl Delegierte als auch Gäste auf eine gelungene Versammlung zurückblicken, bei der personelle und inhaltliche Weichen gestellt wurden.

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