Im Zeitraum vom 07. bis 10.11. fand eine gemeinsame Berlinfahrt des Kreisverbandes Rheingau-Taunus der Jungen Union und dem Stadtverband Limburg statt. Gemeinsam unternahmen die beiden Verbände mit insgesamt 31 Mitgliedern der Jungen Union und anderen politisch interessierten Jugendlichen eine Fahrt, um die Kulissen des politischen Geschehens in der Bundeshauptstadt zu erkunden und dabei viele interessante neue Eindrücke zu gewinnen.

Wie bei der Jungen Union üblich, wurde am Tage das politische Geschehen angeschaut und mit den Verantwortlichen diskutiert. In den Abendstunden wurde dann in entspannt-geselliger Atmosphäre das Erlebte Revue passieren gelassen, getreu nach dem Motto: „50% Politik, 50% Party“, das die Junge Union bereits seit Jahrzehnten auslebt. Im Zuge dieser Erkundungen des Berliner Nachtlebens verbrachte ein Teil der Reisegruppe auch einen Abend in der Berliner Kultkneipe „Zur Quelle“, in der ausgelassen und stimmungsvoll getagt wurde.

Im Verlauf des Abends, an dem auch ein Mitglied der Gruppe in seinen Geburtstag reingefeiert hat, wurde auch das ein oder andere Lied zum Besten gegeben. Neben den obligatorischen Geburtstagsliedern wurde auch ein Lied aus der Hessischen Heimat gesungen. Dies sorgte im Nachgang der Fahrt für Irritationen, so sahen sich nämlich einige Mitglieder der Reisegruppe ungefragt und unautorisiert im Zentrum einer Berichterstattung der Berliner Tageszeitung „Tagesspiegel“. Diese hatte ein Video, das von einer anwesenden Künstlerin ungefragt gefilmt wurde, veröffentlicht. Hier waren Teilnehmer zu sehen, die das „Westerwaldlied“ angestimmt und gesungen haben.

Als Junge Union bekennen wir uns nicht nur zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sondern auch zu den Traditionen und der Schönheit unserer Heimat. Das „Westerwaldlied“ ist ein bei uns seit Jahrzehnten etabliertes und beliebtes Volks- und Wanderlied, das bei Kerbegesellschaften und Pfadfindergruppen gesungen wird. Als Hessen fühlen wir uns unseren Traditionen verbunden, darüber hinaus bestand ein großer Teil der Reisegruppe aus gebürtigen Westerwäldern. Wir sind nicht nur der Meinung, dass wir die programmatisch einflussreichste politische Jugendorganisation sind, sondern auch, dass wir von allen Organisationen am besten feiern können. In diesem Zusammenhang haben wir die Feiertauglichkeit der Bundeshauptstadt wohl überschätzt. Wir bedauern, dass es nicht möglich ist, in einer Stadt, in der öffentliches Kiffen immer wieder toleriert wird, ein Deutsches Volks- und Wanderlied, mit dessen Text keinerlei politische Aussage einhergeht, zu singen.

Als Junge Union möchten wir uns natürlich aufrichtig dafür entschuldigen, wenn wir mit unserem Verhalten und Gesang in der Kneipe „Zur Quelle“ andere Gäste gestört haben sollten. Allerdings sind wir an dem Abend selbst in keinster Weise darauf hingewiesen worden, dass sich andere Anwesende durch Geburtstags- oder Volkslieder gestört gefühlt haben; weswegen wir über die erfolgte Berichterstattung sehr überrascht sind. Sollten sich andere Leute durch Mitglieder unserer Gruppe gestört gefühlt haben, hätten wir es uns gewünscht, das persönliche Gespräch zu suchen, statt eine digitale Hetzjagd auszulösen.

Weitere Vorwürfe weisen wir in aller Deutlichkeit als Unwahrheiten zurück. Vielmehr laden wir die Interessierten dazu ein, sich bei unserer nächsten Kreisdelegiertenversammlung selbst ein Bild unserer politischen Gesinnung zu machen.

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