Die Junge Union (JU) Rheingau-Taunus gratuliert der frisch gewählten Bundesvorsitzenden der CDU Deutschlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, zu ihrer erfolgreichen Wahl am vergangenen Freitag auf dem Bundesparteitag in Hamburg. Mit diesem ging ein intensiver Wahlkampf innerhalb der CDU zu Ende, der dafür sorgte, dass weit über 10.000 Mitglieder auf die Regionalkonferenzen kamen, um sich ein Bild von den Kandidaten zu machen. Die JU Rheingau-Taunus begrüßt diese neue Dynamik innerhalb der Mitgliedschaft und der Partei: „Mittels dieses lebendigen Prozesses und der breiten Debatte zur Wahl des neuen Bundesvorsitzenden haben wir Krusten durchbrochen, die sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stetig innerhalb unserer Partei gebildet haben. Als JU freuen wir uns, dass es gelungen ist, für viele Mitglieder die Diskussion innerhalb der Union wieder attraktiv zu machen, nur so kann eine parteiinterne Meinungsbildung wirklich stattfinden. Die Mitglieder der CDU sind das Fundament der Meinungsbildung, diese Art der Auseinandersetzung sollten wir beibehalten“, so der Kreisvorsitzende der JU, Lukas Brandscheid.

Als erste Aufgabe sieht die JU nun, die Einigkeit der Partei zu wahren. Stärke der Christdemokraten ist seit jeher die interne integrative Wirkung, die immer dazu führte, dass innerhalb der Partei in der Sache gerungen werden konnte. Dies muss beibehalten werden. Dazu gehört, auch die unterlegene Seite aktiv mit in die Entscheidungsprozesse einzubinden: „Ein großer Teil der Delegierten stimmte trotz des Sieges von AKK für Merz. Letzten Endes waren es lediglich 18 Stimmen, die Friedrich Merz gefehlt haben. Vielleicht hätte das Ergebnis anders ausgesehen, wenn die Mitglieder befragt worden wären, wir hatten vielerorts den klaren Eindruck, dass Merz innerhalb der Mitgliederschaft die Nase vorne hatte. Darum geht es jetzt allerdings nicht mehr – es hatte jeder die gleichen Chancen, sich durchzusetzen. Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln und den Menschen endlich wieder Inhalte und Überzeugungen liefern und ihnen zeigen, dass die CDU die besten Antworten auf die Fragen unserer Zeit liefert“, so Brandscheid weiter.

Aufbruch fördern, Dynamik nutzen: Merz ins Kabinett holen

Dies muss auch dazu führen, dass wir einige Antworten, die die CDU in den letzten Jahren gegeben hat, hinterfragen. Eine gute Politik besteht auch in der Fähigkeit der Selbstreflexion. Der erste Schritt, Partei und Mitglieder wieder zu beleben, ist mit der fairen Auseinandersetzung der Kandidaten bereits getan. Um diesen positiven Effekt der Vitalisierung nicht als Strohfeuer verkommen zu lassen, ist es aus Sicht der Jungen Union wichtig, die scheinbare Scheu vor nachhaltiger parteiinterner Auseinandersetzung endgültig abzulegen. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder die Diskussion, ob die CDU ihr konservatives Profil verloren hätte – nach diesem Parteitag kann man innerhalb der Partei diese Diskussion und ihre Lager recht genau beziffern. Friedrich Merz galt und gilt für viele Mitglieder als Hoffnungsträger, um wieder zurück zu „CDU pur“ und deutlichen, inhaltlichen und kontroversen Debatten zu führen: „Es ist sehr deutlich geworden, dass mit der Kandidatur von Friedrich Merz konservative Mitglieder wieder für unsere Partei begeistert wurden. Einen solchen Effekt darf man nicht ignorieren. Wenn wir ernsthaft bemüht sind, die Partei zu einen, muss Merz auch nach dem Parteitag eine deutliche Rolle innerhalb der Union, innerhalb der Entscheidungszirkel unserer Bundespolitik spielen. Wir sprechen uns dafür aus, Friedrich Merz ins Bundeskabinett zu holen und ihm die Möglichkeit zu geben, Politik mitzugestalten“, erklärt Brandscheid.
Aus dem Umfeld von Friedrich Merz ist indes zu hören, dass Merz hierzu bereit sei. Er hatte bereits nach der Wahl von Kramp-Karrenbauer mit seinem Glückwunsch gleichzeitig betont, dass er der CDU weiter zur Verfügung stünde.

Generalsekretär für JU nicht nur der ausführende Arm der Parteispitze

Die Junge Union Rheingau-Taunus gratuliert auch dem neuen Generalsekretär Paul Ziemiak, mit dem die neue Parteivorsitzende wohl auch ein Zeichen der Jugend und des frischen Windes setzen wollte, der mit ihr im Konrad-Adenauer-Haus Einzug halten soll. „Als Bundesvorsitzender der Jungen Union hat Paul Ziemiak in der Vergangenheit gezeigt, dass er die Fahne unserer Jugendorganisation innerhalb der Partei hochhalten kann. Wir sind optimistisch, dass Paul dies weiterhin in seinem neuen Amt als Generalsekretär machen wird und hoffen, dass er seinen eigenen Kopf auch im Adenauer-Haus behält. Der Generalsekretär kann und soll zwischen Basis und Bundesvorstand vermitteln, er ist nicht der persönliche Referent der Parteivorsitzenden, weswegen auch er nicht vor einer eigenen Meinung in politischen Fragen zurückschrecken sollte. In der Geschichte der CDU gab es immer wieder Generalsekretäre, die einen großen Beitrag zur Debatte leisten konnten“, so Brandscheid abschließend.

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